| Geriatrisches
Symposium „Ernährung und Schluckstörungen
im Alter"
am
18.7.2004 im Alleesaal Bad Schwalbach
Therapeutisches
Management von Dysphagien am Otto-Fricke-Krankenhaus
Petra Pluschinski,
Klinische Linguistin (BKL) am Otto-Fricke-Krankenhaus,
Dysphagie-Team
Orientiert
an den Leitlinien Neurogene Dysphagie 2003 der
Deutschen Gesellschaft für Neurotraumatologie
und Klinische Neurorehabilitation wird das am
Otto-Fricke-Krankenhaus etablierte Management
dysphagischer Patienten vorgestellt. Es handelt
sich dabei um ein streng interdisziplinäres
Konzept, an dessen Umsetzung die Expertisen jeder
beteiligten Berufgruppe erforderlich ist. Darüber
hinaus erfordert das Dysphagie-Management ein
24-Stunden Konzept, d.h. insbesondere die Pflegefachkräften
spielen eine zentrale Rolle.
Basierend auf den Erkenntnissen der aktuellen
Forschung besteht das dysphagietherapeutische
Vorgehen aus drei relevanten Säulen, die
Adaptation, die Kompensation und die Rehabilitation.
Ihre jeweilige Umsetzung am Otto-Fricke-Krankenhaus
wird exemplarisch dargestellt. Dabei wird die
interdisziplinäre Vorgehensweise insgesamt
sowie die entschiedene Bedeutung einer dynamischen
im Tandem Arzt –Therapeut durchgeführten
apparativen Diagnostik (FEES und/oder VFSS) betont,
auf deren Grundlage eine störungsspezifische
evidenzbasierte Therapieplanung erst möglich
ist.
Abschließend präsentieren wir ein Fallbeispiel
für einen strukturierten rehabilitativen
Therapieplan.
Literatur:
Bogaard, H., 2003, Management von Schluckstörungen
bei Heimbewohnern – offizielle regierungsamtliche
Richtlinie der Niederlande, 3. Karlsbader Dysphagie
Forum
Colodny, N. 2002, Interjudge and intrajudge reliabilities
in fiberoptic endoscopic evaluation of swallowing
(FEES) using the penetration-aspiration scale.
A replication study. Dysphagia 17, 308-315
Huckabee, ML, 2003, Timing is everything. Dose
dependency issues in dysphagia rehabilitation,
3. Karlsbader Dysphagie Forum
Kuhlemeier, KV et al., 2001, Effect of liquid
bolus consistency and delivery method on aspiration
and pharyngeal retention in dysphagia patients,
Dyspagia 16, 119-122
Langmore SE, 2001a, Edoscopic evaluation and treatment
of swallowing disorders, New York
Prosiegel, M. et al., 2002, Schluckstörungen
bei neurologischen Patienten: Eine prospektive
Studie zu Diagnostik, Störungsmustern, Therapie
und Outcome, Nervenarzt, 73; 364-370
Prosiegel, M. et al., 2003, Qualitätskriterien
und Standards für die Diagnostik und Therapie
von Patienten mit neurologischen Schluckstörungen,
Neurol. Rehabil, 9
(3-4) 157-181
Rosenbek, JC, 2003, Swallowing and Quality of
life, 3. Karlsbader Dysphagie Forum
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